Evangelische Trinitatisgemeinde am See

Losung für
Mittwoch, 16. September 2026

Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.

Psalm 33,22

Jesus spricht: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden.

Johannes 10,9

Gottesdienste im September 2026

Monatsspruch für September 2026

Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.

Prediger 4,6

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten

Petershain Kollm See
Freitag
04.09.2026
Schöpfungstag
--> 17:00 Uhr
Abendgottesdienst

mit Pfarrer A. Bönisch
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06.09.2026
14. Sonntag nach Trinitatis
10:30 Uhr (!)
Familiengottesdienst
anschl. Kirchencafé

mit dem Gottesdienstteam
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13.09.2026
15. Sonntag nach Trinitatis
Offene Kirche zum Tag des offenen Denkmals <--> 9:30 Uhr
Gottesdienst zum See'r Dorftrubel im Festzelt

mit Pfarrer A. Bönisch
20.09.2026
kein Gottesdienst in der Ev. Trinitatisgemeinde am See
Einladung zum Gottesdienst in die Christuskirche Niesky (9:15 Uhr) oder nach Klitten (10:30 Uhr)
27.09.2026
17. Sonntag nach Trinitatis
--> 10:30 Uhr
Gottesdienst mit Rüstzeitgruppe aus Görlitz

mit Pfarrerin Paul
10:30 Uhr
Abendmahlsgottesdienst

mit Kindergottesdienst
mit Sup. i. R. Dr. Koppehl
04.10.2026
Erntedank

18. Sonntag nach Trinitatis
--> --> 10:30 Uhr
Familiengottesdienst zu Erntedankfest

mit dem Gottesdienstteam

Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
Prediger 4,6

„Haschen nach Wind“ – das ist wohl das eindrücklichste Bild aus der Bibel dafür, dass etwas völlig sinnlos ist. „Ich hab ihn!“ – den Wind? Was für ein Blödsinn. Und das ist für alle logisch. Doch ich erwische mich immer wieder selber dabei, unsinnige Sachen zu machen. Dafür muss ich freilich ganz ehrlich mit mir selber sein. Und das ist gar nicht so leicht. Oftmals gebe ich das vor mir selber erst dann zu, wenn wirklich alles verloren ist.

Der Prediger Salomo denkt hierbei vor allem an das Habenwollen, durchaus ganz im materiellen Sinn. Beide Hände voll haben – aber mit Mühe. Oder eine Hand voll – aber mit Ruhe. Es ist gar nicht so leicht, sich hier zu entscheiden. Viele Menschen scheuen doch die Mühen nicht, wenn es sich am Ende lohnt. Ruhe wird dann ganz schnell als Faulenzen verspottet: Da kann ja nichts werden. Aber wer sich eben mit weniger zufriedengibt – bitteschön!

Doch bei diesen Gedanken gerät eines außer Acht, was sich auch hinter der Ruhe verbirgt: der Seelenfrieden. Ist nicht ein Leben mit innerem Frieden wertvoller, als aller Besitz? Wenn alle Hände voll zu tun haben, wenn Verpflichtungen bestehen und ein gewisser Perfektionismus eingezogen ist – ist dann Frieden garantiert? Frieden, den wir uns doch so sehr wünschen. Oder läuft dann die Maschinerie einfach weiter, bis zum Geht-nicht-mehr? Oder entsteht dann sogar diese innere Leere, die niemand wirklich will – weil einfach der Sinn verloren gegangen ist?

Weniger ist mehr. Das ist die Kurzform des Sprichworts aus dem Predigerbuch in der Bibel. Zeit, Gelassenheit und Besonnenheit machen ein Leben reicher, als alle Zeichen des Erfolgs. Pausen zwischen der Arbeit bewahren die Freude an dem, was man tut. Wer beide Hände krampfhaft mit Projekten und dem Anspruch füllt, alles kontrollieren zu müssen, hat keine Hand mehr frei. Und das ist dann so wertvoll wie „Windfangen“. Nämlich gar nicht. Dann habe ich am Ende gar nichts.

Die eine freie Hand – für die Freiheit, zum Geben und für den Seelenfrieden. Daran erinnert uns der Prediger Salomo.

Herzlich grüßt
Ihr Pfarrer
Albrecht Bönisch